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"Ich würde ihn nicht mal in die Nähe des Stadions lassen": Verhalten von Liverpools Mohamed Salah sorgt für Entsetzen bei Wayne Rooney

May 19, 2026  Twila Rosenbaum  2 views
"Ich würde ihn nicht mal in die Nähe des Stadions lassen": Verhalten von Liverpools Mohamed Salah sorgt für Entsetzen bei Wayne Rooney

Die Fehde zwischen dem scheidenden Liverpool-Star Mohamed Salah und Manchester-United-Legende Wayne Rooney eskalierte am Wochenende. In der „Wayne Rooney Show“ nahm der ehemalige Stürmer den Ägypter hart ins Gebet: „Wenn ich Arne Slot wäre, würde ich ihn beim letzten Spiel nicht mal in die Nähe des Stadions lassen“, polterte Rooney mit Blick auf den Saisonabschluss gegen Brentford. Er bezog sich auf Salahs jüngste Äußerungen, in denen dieser die Spielweise unter Slot indirekt kritisierte und sich nach der Ära Jürgen Klopp zurücksehnte.

Salah hatte in einem Interview gesagt: „Ich wünsche mir, dass Liverpool wieder die mutige Offensivmannschaft wird, die Gegner fürchtet, und wieder eine Mannschaft, die Titel gewinnt.“ Der 33-Jährige, der Liverpool nach neun Jahren im Sommer verlassen wird, stellte damit klar, dass er mit Slots defensiverer Taktik nicht zufrieden ist. Rooney hält diese Aussagen für respektlos: „Es ist traurig, dass seine Zeit bei Liverpool nach all dem, was er für den Verein geleistet hat, so endet. Er hat kein Recht dazu, eine weitere Spitze in Richtung Arne Slot zu setzen.“

Wayne Rooney, selbst eine Ikone des englischen Fußballs, spielte von 2004 bis 2017 für Manchester United und war einer der größten Rivalen Liverpools. Es verwundert daher nicht, dass er mit Salahs Kommentaren hart ins Gericht geht. Kritisch sieht Rooney nicht nur den Zeitpunkt der Aussagen, sondern auch Salahs Leistungsfähigkeit. „Ich glaube nicht, dass Salah zu dieser Art von Heavy-Metal-Fußball noch in der Lage ist. Er hat nicht mehr die Beine dafür, in diesem Tempo und dieser Intensität zu spielen“, so Rooney weiter. Damit spielt er auf den von Klopp geprägten Stil an, der für hohe Pressingdichte und schnelle Umschaltbewegungen stand.

Mohamed Salah wechselte 2017 von der AS Rom zu Liverpool und entwickelte sich unter Jürgen Klopp zu einem der besten Stürmer der Welt. In 349 Pflichtspielen erzielte der Ägypter 212 Tore und bereitete 97 Treffer vor. Seine beeindruckende Bilanz umfasst den Gewinn der Champions League 2019, der Premier League 2020, des FA Cups 2022 sowie des Ligapokals 2022 und 2024. Salah gewann zweimal die Goldene Auszeichnung als Premier-League-Torschützenkönig (2018, 2019) und wurde 2018 zum PFA-Spieler des Jahres gewählt. Diese Erfolge machen ihn zur Legende an der Anfield Road.

Doch die aktuelle Saison verlief für Salah weniger erfolgreich. In 40 Einsätzen wettbewerbsübergreifend stehen nur zwölf Tore und neun Vorlagen zu Buche – eine deutliche Steigerung gegenüber den Vorjahren. Im Dezember 2024 kam es zum ersten öffentlichen Zerwürfnis mit Trainer Arne Slot, der im Sommer 2024 Jürgen Klopp beerbt hatte. Slot, ehemaliger Trainer von Feyenoord Rotterdam, bevorzugt einen kontrollierteren Ballbesitzfußball mit weniger Risiko in der Defensive. Dieser Stil brachte Liverpool in der laufenden Saison auf Platz fünf in der Premier League, einen Champions-League-Platz. Doch Salahs Offensivdrang wurde dadurch offenbar gebremst.

Am 25. März 2025 verkündete Salah dann überraschend seinen Abschied von den Reds zum Saisonende. Erst im Februar 2025 hatte er seinen Vertrag um zwei Jahre bis 2027 verlängert – doch die Beziehung zu Slot galt als zerrüttet. Medienberichten zufolge soll es nach einer hitzigen Trainingsdiskussion im Dezember zum endgültigen Bruch gekommen sein. Slot stellte Salah daraufhin mehrfach nicht in die Startelf, was dessen Unmut weiter schürte. „Er wollte gehen, weil er sich nicht mehr wertgeschätzt fühlte“, erklärte ein Vereinsinsider anonym.

Am Sonntag steht nun das letzte Saisonspiel an: Liverpool empfängt Brentford im heimischen Anfield. Für Salah wird es der 350. und letzte Auftritt im roten Trikot sein. Das Team muss den fünften Platz verteidigen, um sich für die Champions League zu qualifizieren – eine Konstellation, die Rooney zu seinen harten Worten veranlasste. „Wenn ich Slot wäre, würde ich ihn nicht mal in die Nähe des Stadions lassen. Er hat diese Einstellung nicht mehr“, wiederholte Rooney. Ob Slot tatsächlich auf Salah verzichtet, ist jedoch fraglich, da der Star trotz schwächerer Werte immer noch Torgefahr ausstrahlt.

Wie es für Salah nach dem Abschied weitergeht, ist Gegenstand intensiver Spekulationen. Seit Monaten halten sich Gerüchte über einen Wechsel nach Saudi-Arabien. Vereine wie Al-Ittihad, Al-Hilal und Al-Nassr sollen dem Ägypter astronomische Gehälter in Aussicht gestellt haben. Aktuellster Name: Al-Nassr, bei dem bereits Cristiano Ronaldo spielt. Eine Verpflichtung von Salah würde das Prestige der Saudi Pro League noch weiter steigern. Alternativ wird auch ein Wechsel in die spanische La Liga gehandelt, wo der FC Barcelona Interesse zeigen soll. Salahs Berater halten sich bedeckt, doch die Chancen auf einen Verbleib in Europa scheinen gering.

Neben der Klärung seiner Vereinszukunft steht für Salah im Sommer noch das nächste Großereignis an: die Weltmeisterschaft 2025 in den USA, Kanada und Mexiko. Mit Ägypten trifft er in der Gruppenphase auf Belgien, Iran und Neuseeland. Die Nordafrikaner hoffen auf eine erfolgreiche WM unter ihrem Kapitän, der in der Qualifikation maßgeblich zum Erreichen des Turniers beigetragen hat. Ob das WM-Turnier für Salah eine Art Abschiedstournee wird oder ein Neuanfang, bleibt abzuwarten.

Die Kritik von Wayne Rooney an Salah ist symptomatisch für die aktuelle Gemütslage im englischen Fußball. Liverpool-Ikonen wie Jamie Carragher oder Steven Gerrard haben sich bislang zurückgehalten, doch viele Experten sehen Salahs öffentliche Vorwürfe gegen Slot als überzogen an. Die Frage, ob ein Spieler seines Formats das Recht hat, taktische Vorgaben öffentlich zu hinterfragen, spaltet die Fangemeinde. Während die einen Verständnis für Salahs Frustration haben, verweisen andere auf die Vereinskultur, die interne Kritik bevorzugt.

Unbestritten bleibt Salahs Vermächtnis in Liverpool. Er führte den Klub zu den größten Erfolgen der letzten Jahrzehnte, wurde dreimal in die PFA-Elf des Jahres gewählt und erzielte in der Champions League 44 Tore – damit ist er der erfolgreichste afrikanische Torschütze in der Königsklasse. Seine Geschwindigkeit, Abschlussstärke und sein spielerisches Verständnis waren einzigartig. Dass er nun verbittert geht, hinterlässt einen schalen Beigeschmack.

Am Sonntag gegen Brentford wird Mohamed Salah noch einmal alle Blicke auf sich ziehen. Es wird sein Abschiedsspiel – egal ob Rooney ihn im Stadion haben will oder nicht. Die Liverpool-Fans bereiten ihm bereits eine große Choreografie, um ihren Superstar zu verabschieden. Die Entscheidung über seine Zukunft wird wohl in den kommenden Wochen fallen. Eines ist klar: Der Ägypter möchte nicht in Vergessenheit geraten, sondern weiterhin auf höchstem Niveau angreifen. Ob in Saudi-Arabien, Spanien oder anderswo – Salahs Karriere ist noch lange nicht zu Ende.


Source: Yahoo News News


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